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Heiko Arndt - Cook meets Rock!

Heiko Arndt - Gemüse, Glut und die Lust am Experiment

Für Heiko Arndt beginnt gutes Kochen nicht erst am Herd oder am Grill. Es beginnt beim Produkt, im besten Fall sogar beim Samenkorn. Der Koch und MONOLITH Markenbotschafter steht für eine Küche, in der Gemüse weit mehr ist als eine Beilage. Regionalität, Nachhaltigkeit und der bewusste Umgang mit Lebensmitteln prägen seine Arbeit ebenso wie die Lust am Experimentieren. Sein eigener Garten? Seine Inspirationsquelle und kulinarisches Versuchslabor zugleich. Was ihn antreibt, fasst Heiko in einem Satz zusammen: „Mit Neugier und Offenheit dem Stillstand entgegen.“

Kochen als Ausdruck der Persönlichkeit

Kochen begleitet Heiko schon seit seiner Kindheit. Bereits bei seiner Großmutter stand er am Herd, später machte er seine Leidenschaft zum Beruf. Heute beschreibt er sich selbst als perfektionistisch, kreativ und experimentierfreudig. „Kochen ist für mich Ausdruck von Persönlichkeit“, sagt Heiko. Spontanität und Risikobereitschaft gehören für ihn genauso dazu wie Präzision und eine klare Struktur. Geprägt wurde diese Haltung unter anderem durch den Koch und langjährigen Wegbegleiter Stefan Marquard. Dessen Bodenständigkeit, Raffinesse und Ideenreichtum haben Heiko nachhaltig beeinflusst. Auch Stationen und Begegnungen mit Christoph Brand und den Fliegenden Köchen hinterließen ihre Spuren. Ein Gericht begleitet Heiko dabei schon besonders lange: seine Barbecue-Karotte. Sie ist zu einer Art Signature Dish geworden und zeigt, was sich aus einem vermeintlich einfachen Gemüse machen lässt.

Genuss beginnt vor der eigenen Haustür

Dass gutes Essen nicht zwangsläufig von weit her kommen muss, vermittelt Heiko auch als Heimatgenuss-Botschafter. Regionalität bedeutet für ihn dabei nicht nur kurze Wege, sondern auch die Verbindung zu den Menschen hinter den Produkten.

Bei Veranstaltungen entstehen deshalb beispielsweise Gerichte aus Zutaten, die aus einem Radius von weniger als 20 Kilometern stammen. Bei sogenannten Köche-Safaris lernen Gastronomen Produzenten aus der Region direkt kennen. Das Ziel: regionale Lebensmittel stärker in die Küchen zu bringen und den Austausch zwischen Erzeugern und Köchen zu fördern. Auch Projekte wie Cook meets Rock, Showkochen auf Messen und neue Instagram-Formate gehören aktuell zu Heikos Arbeit. Gleichzeitig beschäftigt er sich intensiv mit der Haltbarmachung von Obst und Gemüse und entwickelt immer wieder neue Gerichte. Stillstand passt schließlich nicht zu ihm.

Vom Samenkorn bis auf den Teller

Diese Wertschätzung für Gemüse führte irgendwann dazu, dass Heiko Lebensmittel nicht mehr nur verarbeiten, sondern ihren Ursprung verstehen wollte: Wie wächst ein Produkt? Welche Rolle spielen Boden und Pflege? Und was lässt sich von einer Pflanze alles verwenden? Also begann er selbst anzubauen. Was mit 49 verschiedenen Kartoffelsorten startete, entwickelte sich zu einem beachtlichen Gemüseparadies. Heute wachsen bei ihm unter anderem rund zehn Kartoffel- und 20 Tomatensorten sowie verschiedene Kohlarten, Zucchini, Auberginen, Gurken, Chili, Paprika, Kräuter und Obst.

Auch sein Umgang mit Lebensmitteln veränderte sich: „Man entwickelt einen ganz anderen Respekt vor dem Lebensmittel, wenn man selbst erlebt hat, wie es wächst und wie viel Arbeit darin steckt.“ Kartoffelschalen werden zu Chips, angeschlagenes Obst wird weiterverarbeitet und vermeintliche Reste bekommen eine zweite Verwendung.

Warum der Kamado für Heiko mehr als ein Grill ist

Zu MONOLITH kam Heiko über Kontakte aus der Koch- und Gastrobranche. Eine Einladung nach Osnabrück brachte ihn schließlich intensiver mit dem Kamado und dem Barbecue in Berührung. Vor allem die Vielseitigkeit des Keramikgrills passt zu seiner Art zu kochen. Grillen, Smoken, Backen, Garen auf der Plancha, Arbeiten mit dem Dutch Oven oder der Rotisserie: Für Heiko ist der Kamado weniger klassischer Grill, als vielmehr eine komplette Outdoor-Küche.

„Für mich ist der MONOLITH Kamado ein Ausdruck von Leidenschaft. Er steht für Freude am Grillen, besondere Genussmomente und Erinnerungen, die durch Gerichte und Aromen entstehen.“ Und es geht um das, was rund um den Grill passiert: Freunde und Familie kommen zusammen, Gespräche entstehen und Essen wird zum gemeinsamen Erlebnis.

Wenn Gemüse die Hauptrolle übernimmt

Diese Haltung setzt Heiko auf dem Grill fort. Während für viele beim Grillen noch immer Steak und Würstchen im Mittelpunkt stehen, dreht er das Verhältnis gerne um: „Für mich ist Fleisch eher ein Nebenprodukt. Die Beilagen können der Hauptteil sein.“ Gemüse geschmackliche Tiefe zu verleihen und Röstaromen, Säure, Kräuter und Rauch miteinander zu verbinden, empfindet Heiko als besondere Herausforderung. Gerade die Aubergine wird seiner Meinung nach unterschätzt und lässt sich auf dem Kamado vielseitig zubereiten, auf dem Rost, auf der Plancha, mariniert oder mit Rauch veredelt. Auch Löwenzahn gehört für ihn zu den unterschätzten Lebensmitteln. Von der Wurzel bis zur Blüte lässt sich nahezu die gesamte Pflanze kulinarisch nutzen.

Mehr Geschmack für Gemüse

Zu hohe Temperaturen, zu viel Öl und der falsche Zeitpunkt zum Würzen gehören für Heiko zu den häufigsten Fehlern beim Gemüsegrillen. Auf der Plancha genügt meist leichtes Einpinseln oder kurzes Marinieren. Empfindliche Kräuter und Gewürze gibt er lieber später hinzu, härtere Gemüsesorten wie Karotten können vor dem Grillen bereits angegart werden.Für mehr Geschmack setzt er auf drei Dinge: Säure, Umami und Röstaromen. Zitronensaft oder Essig bringen Frische und Balance, Miso, Sojasauce, Hefeflocken oder Parmesan sorgen für zusätzliche Tiefe. Gemüse zunächst mit wenig Fett zu rösten, hilft dabei, intensive Röstaromen entstehen zu lassen.

Glut, Rauch und offenes Feuer sind zurück

Glut, Rauch und offenes Feuer gehören für Heiko zu den aktuell spannendsten kulinarischen Entwicklungen. Das Kochen über Kohle, Holz oder heißen Steinen bringt intensive Aromen auf den Teller. Gleichzeitig gewinnen Bitterkeit und Umami an Bedeutung. Auch Fermentation wird zunehmend eingesetzt, um Gerichten Balance und aromatische Komplexität zu verleihen. Besonders spannend bleibt für Heiko jedoch die Entwicklung der vegetarischen und veganen Küche, verbunden mit neuen Gemüsesorten, Anbaumethoden und Zubereitungsarten.

Auch alkoholfreies Food Pairing entwickelt sich weiter: Komplexe Tees, Essenzen und fermentierte Säfte eröffnen neue Möglichkeiten der Menübegleitung.

Entweder oder...?

🔥 Pulled Pork oder gegrillte Aubergine? "Gegrillte Aubergine."

🔥 Improvisieren oder Rezept? "Improvisieren."

🔥 Tomate oder Paprika? "Tomate."

🔥 Frühaufsteher oder Nachteule? "Beim Arbeiten Frühaufsteher, sonst Nachteule."

🔥 Tradition oder Experiment? "Experiment – mit Tradition verbunden."

Cook meets Rock!

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